Mit dem Frühling spriessen die Blätter und Blüten der verschiedensten Pflanzen, Wiesen und Wälder werden bunt und erfreuen das Gemüt. Doch nicht nur das – viele Pflanzen sind sehr gesund, aktivieren dein Immunsystem und erhöhen deine Abwehrkräfte gegenüber verschiedenen Erregern.

Wildkräuter haben Superkräfte

Wildkräuter werden häufig als Unkraut abgestempelt, doch die wild wachsenden Pflänzchen haben echte Superkräfte für dich bereit, denn viele von ihnen werden in der Naturheilkunde als Heilkräuter verwendet.

Durch ihre Vielfalt an Aussehen, Geruch und Geschmack, sind sie in der Küche auf vielfältige Weise einzusetzen. Der Kreativität und dem gesunden Genuss sind keine Grenzen gesetzt. Hier zum Beispiel meine selbst gemachte Bio Spinat-Bärlauch-Brennnessel-Lasagne (mit selbst hergestellten Pastablättern) mit einer Boretschblüte dekoriert.

Worauf muss ich beim Sammeln von Wildkräutern achten?

Der Ort ist wichtig

Am besten suchst du dir eine naturbelassene Wiese oder gehst in den Wald, denn dort sind die Pflanzen möglichst wenig mit Pestiziden oder Düngemitteln belastet. So können sich die natürlichen Heilwirkungen der Wildkräuter am besten entfalten und deine Gesundheit unterstützen.
Wegen dem gefürchteten Fuchsbandwurm solltest du niemals auf einem flachen Plateau deine Wildkräuter sammeln. Sammle sie immer in einer Steigung oder Böschung, denn dort ist es dem Fuchs zu steil, um sein Geschäft zu verrichten und du kannst die Gefahr einer Ansteckung vermeiden. Dennoch solltest du deine frisch gesammelten Wildkräuter vor der Verarbeitung gründlich waschen.

Achtung Verwechslungsgefahr

Nicht alle Pflanzen, die auf Wiesen und im Wald wachsen, sind auch essbar. Beim Sammeln ist es darum wichtig, dass du nur die Wildkräuter sammelst, die du kennst. Es gibt teilweise auch Verwechslungsgefahren mit giftigen Pflanzen, die dem gesuchten Wildkraut sehr ähnlich sehen. In meinem Artikel über Bärlauch findest du Informationen zu den Verwechslungsgefahren mit Maiglöckchen, Herbstzeitlose und Aronstab.
Wenn du wirklich sicher sein willst, kannst du dir auch ein Buch über die Bestimmung der Wildkräuter zulegen oder dich auf entsprechenden Online-Portalen umsehen.

Zwei aus meiner Sicht sehr gute Online-Portale sind Pflanzenvielfalt und Kostbare Natur.

Achtsamkeit

Es ist wichtig, dass du beim Sammeln Achtsamkeit praktizierst. Nimm also nur das mit, was du wirklich brauchst. Nimm auch niemals die ganze Pflanze, sondern nur einzelne Blätter oder Blüten davon.

Verbinde dich mit der entsprechenden Pflanzendeva und frage sie um Erlaubnis von ihr Teile einzusammeln zu dürfen. Wenn du die Erlaubnis hast, bitte sie darum dir zu zeigen, welche Pflanzenteile du ernten darfst. Intuitiv wirst du über deine Herzintelligenz wissen, welche Teile dir die Deva schenkt. Bedanke dich bei ihr für ihre Geschenke.

Hier meine 10 Lieblings-Wildkräuter

Bärlauch / Alium ursinum:

enthält verschiedene Schwefelverbindungen, entzündungshemmende Prostaglandine, Eisen und Vitamin C. Deshalb ist er für den Frühling besonders gut geeignet, um das Blut von Erregern und Pilzen zu reinigen und mit frischem Eisen zu versorgen, was die Frühjahrsmüdigkeit vertreibt und neue Energie spendet.
Die Anwendung ist äusserst vielfältig – du kannst die Blätter frisch am Ende des Kochvorgangs zugeben, damit die Aromastoffe schön erhalten bleiben, du kannst sie auch zu Pesto, Butter oder anderen Produkten weiter verarbeiten. Die Blüten eignen sich gut zum frisch essen z.B. auf Salat, gebraten oder zum einmachen.
Für weitere Informationen siehe meinen Post zum Thema Bärlauch.

Brennnessel / Urtica dioica:

enthält Kieselsäure Flavonoide, Chlorophyll, Kalium, Magnesium, Vitamin C und Eisen. Am besten sind die jungen Triebe, die noch etwas rötlich schimmern. Dort ist der Eisengehalt am grössten. Die Brennhaare enthalten Histamin. Wenn du die Stiele von unten nach oben abziehst und knickst, brennt dich die Pflanze nicht. Ihre Inhaltsstoffe sind besonders gut zur Ausscheidung von Säuren und Giftstoffen und somit sehr gut bei allen rheumatischen Erkrankungen. Weiter wirkst sie antiallergisch, blutreinigend, blutbildend und unterleibsstärkend. Die Blätter kannst du wunderbar als Spinatersatz oder in Smoothies und Suppen verwenden. Im Herbst kannst du die nussig schmeckenden Samen der weiblichen Pflanzen ernten und zum Beispiel deinen Salat damit aufpeppen. Für weitere Informationen lies meinen Post zum Thema Brennnessel.

Boretsch / Borago officinalis:

enthält Allatonin, Gerbstoffe, Kieselsäure, Schleimstoffe und vieles mehr. Durch seine blutreinigende, schleimlösende und entgiftende Wirkung ist er sehr gut zur Prävention von Allergien oder Autoimmunerkankungen. Du kannst die Blätter, Blüten oder Samen verwenden. Ich dekoriere sehr gerne unsere Speisen mit den wunderschönen, blauen, sternförmigen Blüten.

Duftveilchen / Viola odorata:

enthält Schleimstoffe, Saponine, ätherische Öle, Flavonoide, Glycoside, Cumarine, und Salicylsäuremethylester und wirkt innerlich angewendet schleimlösend, beruhigend, schmerzlindernd, und antibakteriell. Es wird in der Naturheilkunde gerne bei Husten und Bronchitis, aber auch bei Kopfschmerzen eingesetzt. Äusserlich hat es eine hautstoffwechselregulierende und juckreizlindernde Wirkung, weshalb es gerne bei Hauterkrankungen und Wunden eingesetzt wird. Du findest das Duftveilchen vor allem im Wald oder an Waldrändern. Es erfreut bereits ab März mit seinen wundervollen violetten Blüten und kündigt den erwachenden Frühling an. Ich mag die Blüten am liebsten frisch über den Salat gestreut oder als essbare Blumendekoration zu rohen oder gekochten Menus.

Gänsefingerkraut / Potentilla anserina:

enthält Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe und Vitamin C. Es wirkt krampflösend auf die glatte Muskulatur besonders auf Magen und Gebärmutter. Weiter wirkt es schmerzstillend und zusammenziehend im Verdauungstrakt. Somit ist es gut für alle krampfartigen Erkrankungen und Entzündungen im Magen-Darm-Trakt wie Durchfall, Magenkoliken, aber auch bei Wunden an Haut und Schleimhäuten. Du kannst alle Pflanzenteile verwenden. In der Wildkräuterküche sind vor allem Blätter und Blüten für Smoothies, Suppen, als Gemüsebeilage oder wie Spinat gekocht beliebt.

Gänseblümchen / Bellis perennis:

enthält viele unterschiedliche Stoffe, darunter Gerbstoffe, ätherische Öle, die Vitamine A, C und E, Mineralstoffe und Inulin. Genauso vielseitig ist seine Wirkung, denn es wirkt anregend auf die Verdauung und auf die Leber, ist blutreinigend, schmerzstillend, zusammenziehend und schleimlösend. Somit hilft es bei Verdauungsbeschwerden, Leberschwäche, Arteriosklerose, aber auch bei sämtlichen Haut- und Schleimhautentzündungen. Inulin ist hilfreich bei Diabetes mellitus Typ II. Du kannst die hübschen Blüten und Blätter direkt dem Salat oder Smoothie zugeben, oder sie dünsten, leicht anbraten oder Gemüsegerichten beigeben.

Goldnessel / Lamium galeobdolon:

enthält Flavonoide, Gerbstoffe, Saponine, Schleimstoffe und viele wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Schwefel und die Spurenelemente Eisen, Kupfer und Zink. Sie wirkt antibakteriell, antioxidativ und immunstimulierend und hilft somit Erreger und freie Radikale abzufangen und durch ihre diuretische Wirkung auch auszuscheiden. Weiter wirkt sie entzündungshemmend und schleimlösend, was hilfreich bei Husten, Bronchitis oder Magen-Darm-Erkrankungen ist. Du kannst alle Pflanzenteile verwenden. Die Blüten eignen sich als Dekoration auf Salat. Die Blätter sind sehr würzig. Diese kannst du wie Spinat verwenden oder Suppen und Gemüse beifügen. Die Samen kannst du wie bei der Brennnessel im Herbst einsammeln und rösten oder als Keimlinge verwenden.

Löwenzahn / Taraxacum officinale:

enthält Bitterstoffe, Gerbstoffe, Mineralstoffe, die Vitamine A, B2 und C und Inulin. In der Naturheilkunde wird der Löwenzahn als “Waschmittel für den Körper” bezeichnet, weil er die Leber und Galle, das Pankreas, den Magen-Darm-Trakt, die Milz, die Nieren und die Lymphe anregt. Die Verdauung wird optimiert und Schadstoffe werden ausgeschieden. Durch die stark reinigende Wirkung ist der Löwenzahn auch sehr hilfreich bei rheumatischen Erkrankungen und bei Schwächezuständen der obgenannten Organbereiche. Wie das Gänseblümchen enthält der Löwenzahn auch Inulin und unterstützt den inneren Arzt bei Diabetes mellitus Typ II. Du kannst alle Pflanzenteile verwenden. Die Blätter und Blüten eignen sich super für Salat und Smoothie und die getrockneten Wurzeln kannst du als verdauungsfördernden Tee geniessen.

Schafgarbe / Achillea millefolium:

enthält ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Flavonoide. Sie wirkt durchblutungsfördernd, krampflösend und schmerzstillend auf Magen-Darm-Trakt und die Gebärmutter sowie blutstillend und wundheilend. Sie hilft bei Leber-Galle-Schwäche, Magen-Darm-Krämpfen und Verdauungsschwäche. In der Frauenheilkunde wird sie aufgrund ihrer ausgleichenden Wirkung gerne bei zu starker und auch bei zu schwacher Menstruation und Menstruationskrämpfen angewendet. Du kannst Blätter und Blüten verwenden. Da sie sehr würzig schmeckt, kannst du sie als Gewürz für Salate und Gemüsegerichte, Suppen, Kräuterbutter, etc. verwenden.

Spitzwegerich / Plantago lancelota:

enthält Schleimstoffe, Gerbstoffe, das Glycosid Acubin, Kieselsäure, Zink und die Vitamine B und C. Innerlich eingenommen wirkt er hustenreizlindernd und fördert den Auswurf. Er ist entzündungshemmend, bakterizid und antibiotisch und somit neben dem Lungenkraut eines der wichtigsten Lungenheilkräuter der Naturheilkunde. Äusserlich auf Wunden aufgetragen wirkt er kühlend und wundheilungsfördernd. Wenn du unterwegs einen Insektenstich einfängst, kannst du so den Juckreiz stillen. Einfach ein Blatt im Mund etwas ankauen, mit Speichel vermengen und auf die betroffene Stelle auftragen. In der Wildkräuterküche kann er als Salat oder wie Spinat verwendet werden, oder du kannst ihn bei diversen Rezepten zum Verfeinern dazu servieren. Die Blüten haben ein feines Pilzaroma. Am liebsten mag ich sie in Olivenöl angedünstet und zum Schluss übers Menu verteilt.

Nun wünsche ich dir viel Spass beim Sammeln und geniessen der wundervollen Wildkräuter.

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